Apple ///

Apple /// im Regal im Lager in der Donaugasse
Apple /// im Lager

Weiter geht’s mit dem Apple III. Dieses Gerät hat mich zu meinen Computer-Anfangszeiten schon immer fasziniert, vor allem durch seinen Preis. Der Apple ][ war für mich als Schüler schon unerschwinglich und dann erst dieses Gerät!

Nun steht es in Regal und wartet darauf, endlich wieder in Form gebracht zu werden. Ich muss sagen – ich habe noch nie so eine versiffte Tastatur gesehen. Zwischen den Tasten befindet sich ein dicker Pelz aus Staub und sonstigem Gammel…

Wenigstens weist das Gehäuse des Apple III keine sichtbaren Schäden auf und kann relativ leicht zerlegt werden. Mechanisch ist der Aufbau nicht so gut gelöst, wie der des Olivetti M20 – es müssen relativ viele Schrauben gelöst werden.

Zuerst werden alle Gehäuseteile  demontiert und mit Spülmittel, Schwamm und Zahnbürste gesäubert. Kaputte Aufkleber werden entfernt und vor allem Kleberreste von nicht mehr vorhandenen Aufklebern.

Verstaubte Tastatur
Verstaubte Tastatur

Die Tastatur ist mit insgesamt 9 Schrauben fest an das Gehäuse montiert und wird nach dem Ausbau mit Staubsauger und Bürste gereinigt. Oberflächlich ist der Pelz zwischen den Tasten entfernt, ich komme jedoch nicht umher, alle Tastenkappen zu entfernen  um die Tastatur gründlich reinigen zu können. Der letzte Schmutz wird mit Wattestäbchen und Isopropylalkohol entfernt.

Kammerjäger
Kammerjäger

Das Netzteil befindet sich in einer eigenen “Kammer”, die von der Unterseite her zugänglich ist. Es ist relativ sauber und alle Spannungen sind vorhanden und auch korrekt. Bis auf die -12 Volt, die nur ca. -10,25 Volt liefert. Das werde ich mir demnächst noch genauer ansehen. Evtl. werden die zusätzlichen 2 Volt vom Floppylaufwerk benötigt.

Festplatte Seagate ST-506
Festplatte Seagate ST-506

Das Gehäuse der externen Festplatte “Profile” wird ebenso geöffnet wie der Monitor und der selben Reinigungsprozedur unterzogen. Die Profile beherbergt eine Seagate ST 506 Festplatte mit sagenhaften 5 MB Kapazität. Freilich 5 1/4″ und volle Bauhöhe.
Der Zusammenbau des Monitors zieht sich etwas länger hin, da der Aufbau mechanisch äußert primitiv gelöst ist. Einfach nur billig und passt irgendwie gar nicht zum mechanischen Aufbau des Apples.

Hauptplatine
Hauptplatine

Die Hauptplatine, die sich in einer weiteren “Kammer” – auch von unten zugänglich – befindet, beherbergt 256 kB RAM. Fast alle ICs darauf sind gesockelt, was nicht unbedingt ein gutes Zeichen ist. Die Pins so mancher ICs sind stark korrodiert und werden von mir mit einem Glasfaserpinsel gereinigt. Ich bin bzgl. der Sockel etwas skeptisch…

Nach dem Booten
Nach dem Booten

Alles zusammengebaut verläuft der erste Test wieder mal nicht erfolgreich. Der Apple III beept aber und zeigt ein regelmäßiges Muster am Bildschirm. Okay – besser als gar nichts. Auch die Floppy wird beim Einschalten angesprochen (Led leuchtet kurz), aber der Motor läuft nicht an.

 

Apple /// im neuen Glanz
Apple /// im neuen Glanz

Die Profile dreht laut hoch und liefert auch ein “Ready”-Signal und wird nach dem Start des Rechners angesprochen. Aber auch hier: beepen und Muster auf dem Bildschirm.

Ich werde nicht umhin kommen, den Apple III mit einem Logic-Analyzer und einem Oszi in einem zweiten Teil zu untersuchen…

 


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