Künstliche Intelligenz im Computeum? Nicht wirklich – dafür sind unsere Maschinen doch etwas zu schwachbrüstig. Obwohl: während meines Informatik Studiums in den 80ern war KI schon mal ein heißes Thema, wurde aber dann wieder fallen gelassen.
Aber was hat das Computeum denn nun mit KI am Hut? Nun ja, das Hazeltine 2000 Terminal ist repariert uns steht wieder in seinem Spezialtisch, aber die Dietz dahinter wurde von uns noch nicht in Betrieb genommen. Laut Hans lief sie, als er sie vor gut 20 Jahren bekommen hat, es fehlt aber der Schlüssel zum Schlüsselschalter, um sie einzuschalten. Interessieren würde mich das Gerät schon, aber wegen ihrer Größe müsste ich sie vor Ort reparieren. Vielleicht wird’s ja was in den Wintermonaten.
Mich reizt es schon ewig, das Terminal an unserer Dietz 621 wieder in Betrieb zu nehmen. Wie manche vielleicht schon bemerkt haben – ich mag Terminals. Unser Terminal lies sich einschalten, zeigte ein paar wirre Zeichen auf dem Bildschirm und reagierte auf ein paar Tastendrücke. Irgendwann machte es dann gar keinen Mucks mehr. Also ist eine Reparatur angesagt.
Um die Ausstellung nicht zu zerreißen, mache ich mich an unser zweites Hazeltine Terminal, das bereits im Lager auf mich wartet. Dieses ist sogar noch älter als unser derzeitiges Ausstellungsstück, denn es ist noch mit ca. 30 kleinen TTL-Platinen ausgestattet. Aber es ist nicht das älteste Terminal dieser Reihe, denn das würde noch Ringkernspeicher verwenden.
Also erstmal alles wieder schön sauber machen und vor allem den bröseligen Schaumgummi und dessen Kleberreste um den Monitor entfernen. Wer sich genauer über das Innenleben des Terminals informieren will, dem lege ich den ausführlichen Reparaturbericht von Jerry Walker ans Herz. Am Gerät selbst ist eine Sicherung defekt. So messe ich erstmal die Elkos des Netzteils – okay, sieht nicht gut aus – es wird “recapped”, also alle Elkos ersetzt. Auch auf der Ansteuerungsplatine des Monitors ersetze ich alle Elkos.
Jede Menge TTLs
Damit keine der ca. 30 eingesteckten Platinen wegen dem Netzteil schaden nimmt, entferne ich diese und mache zumindest eine optische Kontrolle.
An das Netzteil schließe ich Lastwiderstände, um es unter Last in Betrieb zu nehmen und stelle die entsprechenden Spannungen ein. Das Netzteil funktioniert schon mal.
Mit nur zwei eingesteckten Karten überprüfe ich, ob Reset und Takt erzeugt werden- passt. So, nun gehe ich aufs Ganze und stecke wieder alle Karten in ihre Steckplätze und schalte das Gerät ein – Tada! Es werden Zeichen in leuchtendem Grün angezeigt, man kann den Bildschirm löschen und im Batch-Mode tippen und alle entsprechenden Tasten werden auf dem Monitor angezeigt. Ein Kabel zum Anschluss an den PC ist, Dank dem Verein zum Erhalt klassischer Computer und Wolfgang Robel, schnell gebastelt. So lassen sich nun Daten vom und zum Terminal übertragen.
Solange unsere Dietz 621 nicht läuft, will ich einen Linux-Rechner an das Terminal anschließen. Per agetty könnte man es direkt als Linux Terminal betreiben. Ist aber irgendwie auch nicht so der Bringer, da das Terminal nur Großbuchstaben kann. Funktioniert zwar, aber ist – naja…
Mein nächster Gedanke ist, Eingabemasken wie anno dazumal auf dem Bildschirm darzustellen und als Demo ablaufen zu lassen. Ich lasse mir von einer KI ein paar Seiten erstellen und bin so einigermaßen zufrieden. Ist halt nicht interaktiv.
Dann habe ich mich mit der KI etwas länger unterhalten und wir haben ein Pseudo-ERP System für das Hazeltine 2000 entwickelt, das von unseren Besuchern nun interaktiv verwendet und getestet werden darf.
Unser Acorn A3000 war soweit in Ordnung. Im Februar 2025 hatte ich ihn gereinigt und überarbeitet und er war bis vor einiger Zeit im Computeum in Betrieb zu sehen. Mangels passender Maus konnte man den Rechner zwar nicht bedienen, aber zumindest war sein Risc OS zu sehen. Jedoch stellte der A3000 den Betrieb ein bzw. es war kein Bild mehr auf dem Monitor zu sehen. Also muss ich nochmal an das Gerät ran…
Aller guten Dinge sind drei – so gibt es nun einen dritten und (hoffentlich) letzten Blog-Eintrag zum Apple ///.
Mit dem Einsatz von ADTPro, einem Tool um Startdisketten für den Apple zu Erzeugen, kam ich leider nicht weiter. Ich kontaktierte sogar dessen Entwickler, der sehr hilfsbereit war, aber leider konnte auch er mir nicht weiterhelfen und vermutete den Fehler eher in der Hardware – womit er auch Recht behielt. „Apple ///, Teil 3 (Finale)“ weiterlesen
Kaum sind sechs Jahre vergangen, schon findet sich die Zeit, um sich wieder um den Apple /// zu kümmern. Es gingen eben andere Arbeiten bzw. Geräte vor, aber nun ist der Apple /// endlich wieder dran.
Um keine Lücke in der Ausstellung zu hinterlassen, baue ich zuerst nur mal das Netzteil und die Hauptplatine des Rechners aus, um diese zuhause mit meinem Equipment unter die Lupe nehmen zu können. „Apple ///, Teil 2“ weiterlesen
Kürzlich ist die Technische Hochschule auf uns zugekommen, damit wir ihnen bei der Umsetzung eines Auftrags des BSI, dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik helfen!
Die Lieferung der zwei weiteren ICs aus England kam wirklich sehr schnell an und sie wurden ohne weitere Kosten für ICs und Versand zugeschickt. Jedoch verlangte der Zoll eine “Phantasiegebühr” von €9,42 und DHL noch eine Auslandspauschale von €6,30. Ich war verärgert über diese Zusatzkosten und lies die ICs erstmal zwei Tage liegen. „STC Executel, Part 2“ weiterlesen
Es ist ja nicht so, dass ich untätig bin – aber manchmal fehlt mir entweder die Zeit dazu, oder ein Projekt zieht sich länger als gewohnt hin, um einen neuen Blog-Eintrag zu schreiben.
So ist das im Augenblick bei unserem STC Executel.
Wir wollen ja etwas mehr Interaktivität ins Computeum bringen und auch alles, was Lärm und Action macht, erzeugt besonderes Interesse.
Hier handelt es sich mal nicht um einen Computer, sondern um ein Peripheriegerät – einen Facit 4070 Lochstreifenstanzer.
Vor einigen Monaten bekam ein technisch sehr begeisterter junger Mann eine exklusive Führung durchs Computeum – ja, sowas gibt es noch! Junge Menschen, die sich für alte Technik begeistern. Da er ein Freund von alter Röhrentechnik ist, hat es ihm unser Heathkit Analogrechner besonders angetan und er will sich demnächst darum kümmern und ihn in Gang setzen. Super!