GRiDcase 1520, Teil 2

Die alte Lithium Batterie eingelötet im MotherboardNachdem die grundsätzliche Funktion das letzt Mal (siehe Teil 1) sichergestellt war, ging es jetzt an die Feinheiten. Die neue Batterie für den GRiDcase wurde schon am übernächsten Tag geliefert und hatte die korrekte Größe und Spannung. Ich habe darauf geachtet, dass die Batterie langlebig und auslaufsicher ist, um spätere Schäden auf dem Mainboard zu vermeiden.
Zum Einbau habe ich die alte Batterie nicht entlötet, sondern an ihren Pins abgezwickt und an diesen die neue Batterie angelötet. Das ersparte dem Mainboard den mechanischen Stress des Entlötens.

Der nächste Test verlief nur minimal erfolgreicher – die Fehlermeldung war weg, aber der GRiDcase bootete trotzdem nicht. Weder von Festplatte, noch von Diskette. Apropos Diskette – es ist gar nicht so einfach, einen funktionierenden Rechner mit funktionierendem Diskettenlaufwerk auf die Schnelle zu organisieren um dann eine DOS-Bootdiskette zu erstellen.
Es klappte dann mit meinem alten Server, der unter FreeBSD lief.

Die Meldung “Strike the F1 key to continue”  nervte mittlerweile und die Suche im Internet lies mich dann eine archivierte Yahoo-Group zum Thema ​RuGRiD-Laptop finden. So viele Personen standen vor dem selben Problem, dass ihr Laptop nicht mehr bootete und der CMOS-Inhalt futsch war…

Lange Rede, kurzer Sinn – ich fand schließlich eine Webseite mit original Service-Unterlagen und dann ging es ganz schnell:
Die Taste “F” während des BIOS-Startups drücken und er bootet von Diskette!

Anzeige mit der Systemkonfiguration des RechnersSo einfach!!!

Der GRiDcase 1520 bootet zum ersten mal wieder 🙂

Die entsprechenden Service-Tools auf Diskette (GRIDSCAN.EXE) zeigten mir dann, dass in dem Rechner eine 20MB Festplatte verbaut ist – aha! Also sind keine BIOS Einstellungen notwendig. Die Platte ist einfach nur komplett leer und bootete deshalb nicht!

Anzeige des Verzeichnisses der PlatteEin “SYS C:” kopierte die Dateien auf die Festplatte und schon startete der GRiDcase von der Festplatte. Sehr schön.

Nächster Schritt ist auch alles DOS-Zubehör auf der Festplatte zu installieren  – und ein paar nette Programme – aber das hat Zeit. Vorher  muss noch der Mini-Schalter ausgetauscht werden…

Mir lies es keine Ruhe und ich habe mir am Abend nochmal den kaputten Schalter vorgenommen und zerlegt. Er ging sehr leicht auf und die Mechanik mit einer gefederten Kugel ist simpel. Die Kontakte gereinigt und die Kugel mit etwas Fett beim Zusammenbau fixiert – fertig. Den so reparierten Schalter habe ich anschließend mit dem Multimeter durchgemessen und auf Funktion überprüft. Ein neuer Schalter wird vermutlich nicht besser funktionieren 😉

Zum Einbau musste leider wieder fast das ganze Notebook zerlegt werden, um an den Schalter am Heck zu kommen. Nach dem Einlöten habe ich nochmal die Funktion mit dem Multimeter durchgemessen und das Gerät wieder zusammen gebaut.

Wordstar
Wordstar

Der GRiDcase 1520 ist jetzt wieder voll funktionsfähig und wartet darauf, mit ein paar Programmen gefüttert zu werden…

 

 

(… interessant wäre es noch, ein DOS auf EPROMS zu brennen und den Rechner dann mit der Taste “R” zu starten)

 


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