Wacköööööööön

Straubinger VW-BUS mit WOA Aufkleber auf dem Weg nach Norden
Auf dem Weg in den Norden

Also ne, eigentlich nicht, eigentlich ging es am Sonntag ‘nur’ bis Hollenstedt, bei Nordheim, kurz hinter Göttingen. Wobei das gefühlt ungefähr genauso weit ist (tatsächlich nur ~5/8). Wir waren auf dem Weg zum Computer Cabinett Göttingen um drei Rechner abzuholen und auf der Strecke sind wir dann einigen Fahrzeugen begegnet die klar nach Wacken wollten – interessanter Weise viele davon aus Straubing. Ist Straubing ein Metalnest?

Erstmal gings die letzte Woche aber ganz normal los. Am Dienstag wurde endlich die ‘Zick-Zack-Wand’ fertig aufgebaut und dabei endgültig wieder das Regal in die mittlere Türe eingepasst. Dabei haben wir die Rückwand vergessen, aber das ist erst aufgefallen als die Wand fertig war und wir keine Lust mehr hatten das nochmal da rauszuholen. Macht nix, wird eh niemanden Auffallen, wenn mal die ganzen alten Bücher drinnen stehen :))

Am Sonntag haben sich dann Josef und ich uns, wie schon gesagt auf den Weg nach Göttingen gemacht. Hat alles bestens angefangen.  Praktisch wie bei Ocean’s Eleven. Josef hatte sich einen großen Ducato ausgeliehen. Treffpunkt war der Pendlerparkplatz in Metten. Als ich übers Deggendorfer Kreuz fahre sehe ich genau einen nicht mehr ganz neuen Ducato von Passau kommend unter der Autobahn durchfahren. Auf die Minute genau um 8 Uhr 30 standen wir nebeneinander am Parkplatz und hatten auch gleich umgeladen.

Die Fahrt selber war ereignislos, nur die üblichen wundersamen Gefährte. So muss es irgendwo ein Kübelwagentreffen gegeben haben, weil sich einige VW-181 mühsam die Röhn hochgearbeitet haben. Einer sogar mit Anhänger. Und eine ganze Reihe von Pferdetransportern und halt auch die bereits erwähnten Wacken-Jünger. Bis Göttingen lief es eigentlich auch sehr gut, dann kam aber eine Baustelle und wir sind an der falschen Ausfahrt raus. Macht nix, der Josef hat sich noch erinnert wo es lang ging und wir haben das dann auch gefunden.

Das mit dem Aufladen erwies sich aber schwieriger als gedacht. Ich hatte zwar Gurte besorgt, richtig klassische Hanfseile und Schulterbänder, die auch was aushalten. Was nicht ausgereicht hat war dann unsere Kraft. Bei der Dietz half dann zerlegen, was bei so einem Mini ja ganz gut geht – vor allem wenn die Verkabelung schon gelöst ist. Die Olivetti war aber einfach zu schwer und wir wollten das schöne Stück auf jeden Fall nicht beschädigen. Bei der MAI war dann mechanisch nichts zu machen. Das Gehäuse ist sowas von labbrig, dass ein Anheben praktisch nicht möglich war – Zerlegen aber auch nicht.

Letztendlich sind die Beiden erstmal da geblieben und harren unserer Wiederankunft. Der Transporter war auch so schon komplett gefüllt. Man glaubt’s gar nicht wie gross so ein ‘Mini’ – und wie klein so ein großer Wagen ist.

Das mit der Rückfahrt war dann nicht ganz so schön, weil wir hatten uns verratscht und sind erst um 20 Uhr weggekommen. 6 Stunden Fahrzeit drauf ergibt eine Zielzeit von 2 Uhr früh. Uff. Eigentlich hatten wir vor uns abzuwechseln, Josef ist dann aber wieder gefahren. Nach einiger Zeit konnte ich Ihn dann überzeugen mich mal zu lassen. Das ging aber auch nur bis Schweinfurt und dann hat er wieder übernommen – irgendwie bin ich doch nimmer so der harte Kerl den ich so in Erinnerung habe. Ich könnte ja jetzt ‘Tagesform’ sagen. aber so richtig greift das nicht, vor allem, da Josef nicht so arg viel Jünger ist, aber bestens die Fahrt gemeistert hat.

Wir waren dann tatsächlich um Punkt Zwei in Metten. Da der Ducato erst am Dienstag wieder benötigt wurde haben wir beschlossen, dass jeder erstmal heim fährt und wir morgen Nachmittag gemütlich ausladen. Ich fühlte mich zwar wieder richtig frisch, aber mein Hirn lief noch auf Sparflamme was dazu führte, dass ich meinen Computer im Führerhaus vergessen habe. Also, schnell noch mal Gas gegeben und Josef bis Hengersberg eingeholt und da das Teil entgegengenommen.  Fast auf die Minute genau um Vier bin ich dann in die heimatliche Einfahrt gerollt. Ab ins Bett und Haken.

Am nächsten Morgen stellte sich dann raus, dass es eine gute Idee war den Rechner noch zu holen – kam doch gleich nach dem Einschalten die Meldung, dass das Auto schon um 15 Uhr wieder benötigt wird. Also gleich ins Auto gesprungen und mit Karacho Richtung Vilshofen. Obwohl mein alter Untersatz tatsächlich streckenweise 230 ging, waren es im Montagsverkehr doch wieder gute zwei Stunden und ein Schnitt von unter 100 km/h. Sprich – ich war erst um 12 da. Derweil haben Josef und sein Schwiegervater, der glücklicherweise helfen konnte, den Wagen bereits zu 2/3tel ausgeladen – und ich hätte mir den Stress sparen können. Macht nix, nachdem ich mal da war (und wir fertig mit dem Ausladen) konnte ich auch einen normalen Arbeits(nachmit)tag einlegen und das Eckchen vor der Dietz fertig machen.

Rückblickend schaut alles weniger schlimm aus, oder?