Datasette PET 2001

Es ist schon erstaunlich, wie pragmatisch früher Konstruktionen durchgeführt wurden: Hier wurde ein am Markt erhältlicher Kassettenrecorder verwendet, alles aus dem Batteriefach entfernt, was nicht gebraucht wurde und einfach eine Ecke des Gehäuses mit der Bandsäge entfernt, damit er in den PET passt. Toll. “Datasette PET 2001” weiterlesen

Commodore PET 2001

Der Commodore PET 2001 war mein zweiter Computer, den wir für 1000 DM gebraucht kauften. Die Tastatur war etwas “professioneller” und hatte zumindest mechanische Tasten – heute wird sie, zurecht, als Mickymaus-Tastatur bezeichnet. Mit dem PET hatte ich nicht viel Glück, denn schon nach kurzer Zeit war er defekt. Ich hatte damals nicht die Befähigung, so ein Teil zu reparieren und so ließen wir den Rechner von einer Deggendorfer Firma wieder in Gang setzen. Mein Vater war damals stinkesauer, da die Reparatur 800 DM kostete (das war auch viel Geld). Zur Reparatur hat man einfach den defekten RAM entfernt, sodass der PET anschließend nur noch 2 kB Speicher hatte. Tolle, teure Firma (an den Namen kann ich mich gottseidank nicht mehr erinnern)!

Zeichensalat

Seit über 30 Jahren steht der PET nun bei mir rum, um endlich wieder in Betrieb genommen zu werden…

Die Spannungsversorgung ist in Ordnung, alle Spannungen sind korrekt und der PET wird zum ersten mal wieder in Betrieb genommen. Das Bildschirmmuster aus zufälligen Zeichen ist schon mal gut, das heißt, dass die CPU funktioniert, das Video-RAM und auch der Zeichensatzgenerator. Die weitere Diagnose ist, dass der PET vermutlich kaputtes RAM oder ROM hat.

ROM/RAM Adapter Platine
ROM/RAM Adapter Platine

Das größte Problem ist es, Ersatz für die kaputten RAMs zu finden. Für die MOS 6550 Typen gibt es praktisch keinen kompatiblen Ersatz mehr und wenn, dann sehr teuer. Eine Möglichkeit wäre, einzelne RAMs durch Adapterplatinen zu ersetzen. Durch Recherchen beim Verein zum Erhalt klassischer Computer bekam ich den Tip, gleich ROM und RAM durch eine Adapterplatine zu ersetzen, die zwischen CPU und CPU-Sockel eingebaut wird. Diese schickte mir @bobbel vom Restore Store zu einem wirklich guten Preis zu. Danke für den guten Service!

Betrieb ohne Video RAM
Betrieb ohne Video RAM

Der PET 2001 funktioniert nun wieder und meldet sich mit so viel Hauptspeicher, wie noch nie! Gekauft hatten wir ihn mit 3 kB, also “3072 Bytes free” und nun hat er 32 kB! Nach etwas testen mit der Adapterplatine stellte sich heraus, dass meine RAMs zwar noch alle funktionieren, ich aber mit meinen 7 Stück nur maximal 1023 freie Bytes zusamen bekomme. Beim PET ist also das ROM defekt.
Nach kurzem Betrieb fingen manche Zeichen am Bildschirm zum flackern an, was darauf schließen lässt, dass doch ein Video RAM defekt ist. Dieses konnte ich durch ein frei gewordenes RAM ersetzen und der PET läuft nun wieder korrekt.

Datasette mit gerissenem Antriebsriemen und ausgesägtem Eck
Datasette

Als nächste testete ich den eingebauten “Massenspeicher” – den Kassettenrecorder, Datasette oder bei Commodore auch Datassette (mit zwei “s”) genannt. Der Motor läuft nach dem “LOAD”-Befehl an, aber es drehen sich weder die Capstan-Rolle, noch die Antriebsräder für die Kassette. Der Kassettenrecorder ist schnell demontiert und der gerissene Antriebsriemen fliegt mir schon direkt entgegen.

Ein Versuch mit der Datasette von meinem C64 funktioniert sofort. Selbstverständlich kann man sich 1 Antriebsriemen für den PET 2001 kaufen – kostet dann ca. 5,95€. Man weiß ja nicht, was kommt – ich habe mir dann lieber 35 Antriebsriemen  in unterschiedlichen Größen für 5,99€ bestellt 🙂

In ein paar Tagen sollten die Riemen geliefert werden…

 

Sinclair ZX 81

Netzteil mit fehlendem Eurostecker
Netzteil ZX81 ohne Stecker

Es ist an der Zeit, sich mit einem weiteren Computer der Ausstellung zu befassen. Mein erster eigener Computer war ein Sinclair ZX81, den ich 1982 für 249,– DM als Bausatz kaufte und nach Anmahnung und wochenlanger Lieferzeit in der Werkstatt meines Onkels zusammenbauen durfte. “Sinclair ZX 81” weiterlesen

Odeur, elektischer

IBM-PC aufgebaut auf Werkstattwagen zum Testen
Testaufbau mit IBM-PC

Vorletzte Woche war auch Klaus Loy und Roland Tobiasch aus Nürnberg noch im Computeum … (für ein geheimes Geheimprojekt) dabei hat Klaus den PC, den er überholt hat, wieder mitgebracht. Da Hans eh gerade im Lager war hat er noch zwei weitere IBM PC aus dem Lager mitgebracht, so dass wir gleich eine IBM-Inbetriebnahme-Session für alle Drei machten. Zwei gingen problemlos, der Dritte lief auch hoch, bis er dann, nach ca. einer Minute, mit einem Knall den magischem Rauch entließ und stinkend seinen Betrieb einstellte.

Aber von Anfang an.

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Einbruch im Computeum

Wie man es nimmt, was schlimmer ist – nein, es waren keine Einbrecher am Werk – wir waren selbst schuld an der Katastrophe. Ich wollte ja unbedingt die UNIVAC 9200 als Ausstellungsstück, denn er ist ein richtig schöner, großer Computer. So einer, wie ihn die älteren Semester unter uns vielleicht noch aus “James Bond” oder ähnlichen Filmen kennen. “Einbruch im Computeum” weiterlesen